"Wir.Glauben.Kunst"

Meisterwerke der Kölner Jesuiten-Sammlung im Wallraff Richartz Museum/Fondation Corboud werden noch bis zum 18. August gezeigt.

Kaum bekannt sind Kunstwerke, die in den 1880er Jahren als Dauerleihgabe in das Museum kamen: die Jesuiten-Sammlung. Der Orden besaß ca. 500 Zeichnungen, die mit der Zeichensammlung Ferdinand Franz Wallrafs den Grundstock für die über 65.000 Blatt umfassende Graphische Sammlung bilden.

Wie kamen die Zeichnungen des Ordens nach Köln? Am 21. Juli 1773 hob Papst Clemens XIV. den Jesuiten-Orden auf und dessen Kunstsammlung kam nach Paris. Dem Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds, dem damaligen rechtlichen Nachfolger des Ordens, gelang es die Zeichnungen zurück nach Köln zu holen. Interessant sind diese in Bezug auf theologische Aspekte und die Kriterien, nach welchen die Jesuiten sammelten.

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Playmobilwelt

Oliver Schaffer, Künstler aus Hamburg, besitzt mittlerweile über 50.000 Playmobil-Figuren und über 500.000 Einzelteile dieser Spielzeugwelt. Seine Sammelleidenschaft kann noch bis 25.8.2019 im Deutschen Museum Bonn bewundert werden.

Entsprechend den Leitthemen des Hauses zu Wissenschaft und Technik erlebt der Besucher Szenarien aus vielen Gebieten der Forschung. Die detaillierte und liebevoll gestaltete Ausstellung schickt Erwachsene und Kinder auf Expeditionen ins Polargebiet oder in den Weltraum, erforscht Archäologie oder Biologie. Ebenfalls sehenswert ist der Herstellungsprozess der Kunststofffiguren mit der Demonstration einer Spritzgießmaschine, die live den Playmobil-Hasen produziert.

Sonderführungen, Suchspiele und das Nachspielen von Technikgeschichte(n) an Spieltischen begeistern Groß und Klein.

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Volksgerichtshof 1934-1945 - Terror durch "Recht"

Einem der dunkelsten Kapitel Deutschlands widmet sich das NS-Dokumentationszentrum in Köln im EL-DE-Haus: dem von den Nationalsozialisten neu geschaffenen obersten politischen Gericht. Die "Bekämpfung von Staatsfeinden" war Hauptzweck dieses Gerichts. Bis Kriegsende mussten mehr als 16.700 Menschen vor dem obersten Richter Roland Freisler Rede und Antwort stehen. Seit 1942 wurde jeder zweite Angeklagte zum Tode verurteilt. Unter den Verurteilten waren die Attentäter des 20. Juli 1944, die Geschwister Scholl u.a. Die Stiftung Topographie des Terrors Berlin konzipierte die Ausstellung. Sie schildert die Entstehung und Organisation des Volksgerichtshofs und zeichnet an Einzelschicksalen die demütigende und verbrecherische Urteilspraxis auf. Des Weiteren wird auch auf den Umgang mit ehemaligem Gerichtspersonal nach 1945 eingegangen. Infos unter

Margiana - Ein Königreich der Bronzezeit

Im Osten des heutigen Turkmenistan bildete sich vor über 4000 Jahren eine Hochkultur parallel zu den Kulturen im Alten Ägypten und Mesopotamien aus.

Eine Ausstellung in den Reiss-Engelhorn Museen in Mannheim präsentiert Funde der sogenannten Oxus-Kultur vom 10.3. bis zum 16.6.2019. Das fast unbekannte Reich besaß Stadtanlagen mit Palästen, Bewässerungssystemen sowie monumentale Grabbauten. Einer der Höhepunkte sind archäologische Funde der Metropole Gonur Depe. Die außergewöhnliche Handwerks- und Goldschmiedekunst sucht ihresgleichen. Die Oxus-Kultur verfügte über weit verzweigte Handelskontakte bis Indien, Iran und China.

Hochkarätige Fotos von Land und Leuten von Herlinde Koelbl ergänzen die Schau auf eindrucksvolle Weise. Weitere Infos unter

 

Forscherlabor Archäologie

Noch bis zum 5. Mai 2019 dreht sich im Neanderthal Museum in Mettmann alles um das Ausgraben. Wie gehen Archäologen vor, wenn sie unter der Erde Reste von menschlichen Siedlungen finden? Wie gräbt man ein Skelett aus, das auf einem römischen Friedhof liegt? Häuser- und Burgruinen verraten ebenfalls viel, wenn Forscher im Boden weiter graben.

Das Rüstzeug und die Tricks der Profis werden hier anschaulich vor Augen geführt. Die Besonderheit ist jedoch, dass Kinder mit ihren Familien selber die Schaufel und die Kelle in die Hand nehmen und Entdecker von Bodenschätzen werden können. Workshops für Schulklassen und Vorträge von Fachleuten ergänzen das umfangreiche Programm. Weiteres unter

Unter der Lupe

Unter dem Mikroskop oder im Röntgenbild der Restauratoren kommen häufig Details ans Licht, die beim bloßen Anschauen nicht auffallen. In der neuen Sonderausstellung des Museum Schnütgen werden erstmals kunsttechnologische Untersuchungen und Restaurierungen mittelalterlicher Objekte der letzten 25 Jahre präsentiert.

Beispielhaft seien hier zwei Cherubim, hlozgeschnitzte Engelsfiguren, erwähnt. Ihre Qualität und Farbigkeit kommt erst richtig nach der Restaurierung zur Geltung.

Des Weiteren wird noch bis zum 6. Januar 2019 die Ausstellung "Der Samson-Meister und seine Zeit" zu sehen sein. Der Künstler wirkte um 1200 im Rheinland. Berühmt ist die Steinskultur des Samson aus dem Kloster Maria Laach. Weitere Kapitelle des Klosters, Leihgaben aus Bonn und Bestände des Museum Schnütgen vervollständigen die Präsentation.

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Ritter und Burgen

Das LVR-Landesmuseum Bonn führt uns noch bis zum 25.8.2019 auf eine Zeitreise ins Mittelalter in Form einer Mitmachausstellung.

Das ach so "finstere" Mittelalter! Ungebrochen sind das Interesse und die Faszination über diese mysteriöse Epoche! Historische Romane, Kinofilme und TV-Serien stehen jedem vor Augen, prägen oft unser Bild vom Mittelalter.

In der Ausstellung kommen nun Wissenschaftler zu Wort, die versuchen, die meist einseitige Betrachtungsweise zurechtzurücken. Originalfunde der Ritter, anderer Burgenbewohner und Städter leisten dazu einen Beitrag. Doch besonders anschaulich und lebendig wird es an 35 Mitmachstationen:

Der Besucher verwandelt sich z. B. in einen Turnierkämpfer, schlüpft in das Gewand einer Edelfrau oder kann sich als Komponist des Minnesangs versuchen. Die Mühsal der einfachen Menschen wie Bauern, Kräuterfrauen oder Bettler wird einem ebenfalls vor Augen geführt.

Infos unter und weiter zu Ausstellungen - Ritter und Burgen.


BodenSchätze

Bis zum 31.12.2018 haben Besucher die Gelegenheit, neue und alte Bestände des Römisch-Germanischen Museums Köln zu bestaunen.

Ausgrabunden der letzten Jahrzehnte förderten eine enorme Menge an Siedlungsfunden zutage. 100.000 Jahre Menschheitsgeschichte auf und unter Kölner Boden belegen Artefakte von der Jungsteinzeit bis in heutige Zeit.

Legendäre Fundstätten wie die Bandkeramische Siedlung in Köln-Lindenthal, das römische Flottenlager in Köln-Alteburg werden neu präsentiert. Besonders spektakulär sind Neufunde aus der frührömischen Zeit, dem oppidum ubiorum und der Colonia Claudia Ara Agrippinensium, aber auch die Siedlungsgeschichte in Deutz durch die Neugestaltung des Rheinufers ergibt neue Erkenntnisse.

Bevor das Haus generalsaniert wird, lohnt sich ein Blick in die Geschichte Kölns und des Hauses selbst.

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Einfach tierisch!

Auf Fotosafari gehen im Museum? Wie soll das denn gehen? Lassen Sie sich überraschen! Noch bis zum 10.3.2019 zeigt das Museum Weltkulturen D 5 der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim unter dem Motto "Spaß mit Dino, Panda & Co. eine besondere interaktive Ausstellung.

Großformatige Bilder mit realistischen Szenen von der Dinosaurierzeit bis in heutige Lebensraumwelten der afrikanischen Savanne oder die Tiefe der Ozeane lassen den Besucher eintauchen in die Naturräume der jeweiligen Spezies. Er geht auf Tuchfühlung mit Tiger oder Panda und wird selbst Teil der Szenerie. Mit dem eigenen Fotoapparat oder Handy wandeln sich zweidimensionale gemalte Motive in 3 D!

Ein besonderes Programm mit Führungen und Ratespiel erwartet die ganze Familie. Infos unter

Homo ludens

"Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt." (Friedrich Schiller)

Bretter, die die Welt bedeuten. Spielend durch 2000 Jahre Köln - Die Sonderausstellung des Kölnischen Stadtmuseums führt die Besucher vom 5. Mai bis 26. August im Gebäude der Alten Wache durch die Geschichte des Gesellschaftsspiels. Römerzeitliche Würfel- und Brettspiele waren allseits beliebt. Ob Mühle- oder Damespiel, Glücksspiel - viele Arten des Freizeitvergnügens gibt es in ähnlicher Form noch heute. Besonders im 19. Jh. war es breiteren Bevölkerungsschichten möglich, sich dem Spiel zu widmen. Eigens für Kinder konzipierte Spiele dienten natürlich auch dem Lernzweck.

Ein besonders schönes Beispiel bildet das Brettspiel "Rheinreise" von 1910, bei dem Zinnfiguren die Rheinromantik erfahren können.

Ein Blick in die Zukunft wird durch moderne Computerspiele geworfen. Mitmachen ist auch hier gefragt, indem die Besucher eine Schnitzeljagd in digitaler Form absolvieren. Im großen Gaming-Bereich bieten Brettspiele aus verschiedenen Jahrzehnten Spaß für die ganze Familie beim Ausprobieren. Weiteres unter www.koelnisches-stadtmuseum.de

 

Wallrafs Erbe

Ein Bürger rettet Köln

Bald jährt sich die Schenkung der großen Sammlung des Theologen und Universitätsdirektors Ferdinand Franz Wallraf an die Stadt Köln zum 200. Mal. Am 9. Mai 1818 verfügte der Gelehrte in seinem Testament, dass seine umfangreiche Sammlung an Altertümern, Handschriften, Gemälden, Münzen u.a. "zu ewigen Tagen" in Köln verbleibt "zum Nutzen der Kunst und Wissenschaft".

Aus dem ehemals 40.000 Objekte bestehenden Konvolut präsentiert das Wallraf-Richatz-Museum/Fondation Corboud rund 300 Exponate, die das vielfältige Sammlungsinteresse Wallrafs abdecken.

So ergab sich die fruchtbare Zusammenarbeit mit fast allen Kölner Museen und der Universitäts- und Stadtbibliothek sowie dem Historischen Archiv.

Ergänzt wird die Schau durch Darstellungen und Berichte so prominenter Zeitgenossen wie Goethe oder Schlegel.

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Sharing Heritage 2018

Europäisches Kulturerbejahr

Der Rat der Europäischen Union hat das Jahr 2018 zum Europäischen Kulturerbejahr ausgerufen, an dem sich Länder von Portugal bis Russland beteiligen. Zahlreiche Veranstaltungen und Projekte werden über das ganze Jahr verteilt stattfinden.

Ein wichtiges Event ist der European Cultural Heritage Summit "Sharing Heritage - Sharing Values" vom 18.-24.6. in Berlin. Mit Unterstützung der EU gibt es an verschiedenen Orten öffentliche und Fachveranstaltungen. Es findet die Preisverleihung Europäischer Preis für Kulturerbe/Europa Nostra Award als einer der Höhepunkte statt.

Unter den Aspekten Austausch und Bewegung/Grenz- und Begegnungsräume/Gelebtes Erbe bieten die beteiligten Länder Ausstellungen, Tagungen und Exkusionen an. Die Themen sind so vielfältig, dass hier nur stellvertretend die Experimentelle Archäologie und erhaltenswerte Industriedenkmäler genannt werden sollen. Infos zu allen Veranstaltungen erfährt man hier.

 

"Liebe mich wie ich dich" - Botschaften auf Keramik

Im Palais Nesselrode in Düsseldorf befindet sich heute das Hetjens - Deutsches Keramikmuseum mit der bedeutenden Sammlung von Keramik aller Epochen und Kulturen, die 8000 Jahre abdeckt.

Den Grundstein legte der Industrielle Laurenz Heinrich Hetjens Ende des 19. Jh. mit seinder Sammlung des rheinischen Steinzeugs, die nach und nach durch Ankäufe und Schenkungen um eine beträchtliche Anzahl von Objekten auch aus Fayence und Porzellan anstieg.

Herrschaftliches Stadtpalais

Seit 1969 wird die Keramikgeschichte im Palais Nesselrode präsentiert. Das gleichnamige bergische Geschlecht erwarb 1707 das Gebäude, das heute im Stil von 1775 existiert.

Noch bis zum 4.3.2018 kann der Besucher in der Sonderausstellung "Liebe mich wie ich dich - Botschaften auf Keramik" die Keramik als Schriftträger bewundern. Von Keilschriftinfos der Sumerer, römischen Trinksprüchen bis hin zu Ingredienzen auf Apothekengefäßen aus italienischer Renaissance werden auch originelle Botschaften auf Keramik gezeigt.

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Tremezza von Brentano

Noch bis zum 25. Februar 2018 zeigt das Käthe Kollwitz Museum Köln Selbstbildnisse der in Innsbruck geborenen Künstlerin anlässlich ihres 75. Geburtstages 2017.

Nach der abstrakten Malerei hat Tremezza von Brentano einen eigenen figurativen Stil entwickelt, der von Meisterwerken der Kunstgeschichte inspiriert ist und gleichzeitig Erfahrungen des Alltags und gesellschaftliche Phänomene von heute einbezieht. 30 von ihr selbst ausgewählte Werke spiegeln einen Zeitraum von 40 Jahren wider.

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Sizilien und die Unterwasserarchäologie

In Kooperation mit europäischen Museen präsentiert das LVR-LandesMuseum Bonn Ergebnisse moderner Forschung. Auf dem Meeresgrund vor Sizilien liegen zahlreiche versunkene antike Schiffe, die unter Schutz stehen. Sie geben einen lebendigen Einblick in die Handelswelt der Ägypter, Phönizier, Griechen und Römer. Die neu gegründete Soprintendenza del Mare in Palermo forscht und sichert mit archäologischen und naturwissenschaftlichen Methoden die Unterwasserfundplätze vor Sizilien.

Die Wissenschaftler erhalten z. T. sensationelle Erkenntnisse zu Schiffbau, Handelsrouten, Ladung etc.

Anhand von Mitmachstationen und digitalen Medien erkunden Besucher spektakuläre Funde und Methoden der Meeresarchäologie.

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Expedition Mittelalter

Das verborgene Museum Schnütgen

Noch bis zum 28. Januar 2018 zeigt das Museum Schnütgen rund 200 Werke aus eigenen Beständen, die z. T. noch nie zu sehen waren.

Nach bestimmten Themenbereichen wie z. B. "Im Garten der Schöpfung" nähern sich die Besucher der mittelalterlichen Denkweise. Gleichzeitig können sie einen Bezug zur heutigen Lebenswelt entdecken. An herausragenden Exponaten seien hier eine 2015 erworbene Taschenbibel von 1215 aus Paris oder ein Kopffragment Christi eines Triumpfkreuzes vom Ende des 13. Jh. aus dem Maasgebiet erwähnt. Einzigartige Skulpturen aus Stein, farbigem Holz, kostbare Kelche aus verschiedenen Jahrhunderten, Glasmalerei und Textilobjekte runden die Mittelalterschau ab.

Als Begleitheft dient eine Comicerzählung unter dem Titel "Kristall und Rauch", in der sich Aufgaben und Suchspiele verstecken, die an interaktiven Stationen gelöst werden müssen.

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Köln in schriftlosen Zeiten

Seit der mittleren Steinzeit (ca. 10.000-5000 v.Chr.), al s Menschen noch als Jäger und Sammler lebten, war der Kölner Raum besiedelt. Die Flussnähe bot Nahrung und Transportmöglichkeit. Mit Beginn der Sesshaftwerdung entstanden erste Siedlungen. Man betrieb Ackerbau und Viehzucht. Beispielhaft sei auf die bandkeramischen Funde von Köln-Lindenthal verwiesen. Kostbare, z.T. nie gezeigte Objekte der Bronze- und Eisenzeit runden das Bild der schriftlosen Kulturen ab. Eine besondere Funddichte weisen die rechtsrheinischen Gebiete um Dünnwald und Porz auf mit Hügelgräbern und Siedlungen. Keramikgefäße, Bronzegeräte und Schmuck sind die wichtigsten Fundstücke dieser Epochen. Noch bis zum 30. November ist die Ausstellung im Foyer zu sehen, ehe das Museum aus Sanierungsgründen Ende des Jahres schließt. Infos unter

Netsuke und Sagemono

Sanierungsmaßnahmen an der Beleuchtungsanlage waren der Grund,warum das Museum für Ostasiatische Kunst in Köln erst wieder ab September geöffnet hat. Teilbereiche sind noch geschlossen.

Aber im bereits sanierten Teil können Besucher bis zum 27.10.2017 eine kleine Sonderausstellung besichtigen.

Kimonos, die traditionellen Gewänder in Japan, besitzen keine Taschen. Wohin also mit persönlichen Gegenständen, die die Japaner gerne mit sich führen? Seit dem 17. Jh. kamen kunstvoll gefertigte Sagemonos (Hängesachen) in Mode. In ihnen verwahrte man Geld, Medizin oder Tabak und Pfeife. Mit einer Schnur wurde dann der Sagemono mit einem Netsuke als Gegengewicht verbunden und am Gürtel aufgehängt. Diese Netsuke bestehen aus geschnitztem Wurzelholz, Elfenbein, Horn, Holz und vielen anderen Materialen. Die prächtig ausgeschmückten Netsuke bilden beispielsweise Tiere, Glückssymbole, erotische Motive oder Götterdarstellungen. Eine eigene Kunstform entstand so im Laufe der Jahre.

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Die Zisterzienser

Wir schreiben das Jahr 1098. Robert von Molesme (gest. 1111) gründet im burgundischen Cîteaux ein Kloster. Die ursprüngliche Einfachheit, von der eigenen Hände Arbeit zu leben - nach Benedikt von Nursia "ora et labora" - war im Laufe der Jahrhunderte verlorgen gegangen. Durch Verpachtung und Zinserhebung war der Orden entgegen der Regel zu Reichtum gelangt. Gerade die Abgeschiedenheit und die strengen Klosterregeln sollten wieder das Ideal sein.

Schnell erfolgten die ersten Klostergründungen in Deutschland wie z.B. die Abteien Kamp (1123), Altenberg (1133) und Heisterbach (1192). Der Zisterzienserorden konnte so in Europa Fuß fassen.

Im LVR-LandesMuseum Bonn wird noch bis zum 28.01.2018 die Erfolgsgeschichte des Ordens anhand prachtvoller Exponate nachgezeichnet.

Klosterleben mit allen Sinnen

Besonders sehenswert sind u.a. der Hochaltar des ehemaligen Klosters Kamp, die Madonna von Kloster Eberbach, heute in Paris, und Zeugnisse der Buchkunst im Scriptorium. Mitmach-Stationen und Multimedia-Ecken laden ein, die Welt der Zisterzienser mit allen Sinnen zu erfahren.

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Iran. Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste

Klimatische Gegensätze vom ewigen Schnee in den Bergen von Alborz und Zagros bis in die Gluthitze der Wüste Lut bestimmen seit alters her den Iran. Erstmals werden Schätze der frühen Zivilisation Persiens vom 7. Jahrtausend bis zum Achämenidenreich des 1. Jahrtausend vor Christus in Bonn präsentiert. Einige wertvolle Grabfunde sind bisher noch nicht in Europa gezeigt worden.

Der Mensch konnte den Gewalten der Natur stets trotzen und sich Nischen in fruchtbaren Tälern, an den Ufern des Kaspischen Meeres oder am Rande der Wüste schaffen. Erste Dörfer, Städte und Werkstätten entstanden lange vor der europäischen Zivilisation.

Der Persische Garten

Parallel zur Ausstellung lädt ein persischer Garten auf dem Museumsplatz zum Verweilen ein. Üppige Vegetation aus Blütenpracht, Kräutern und Obstbäumen lassen mit ihrem Duft die Atmosphäre erahnen, in der der Mensch seit dem 6. Jh. v. Chr. sich bewegte.

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vorZeiten - Archäologische Schätzean Rhein und Mosel

Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz präsentiert im Landesmuseum Mainz ab dem 21.05.2017 spektakuläre Funde aus 400 Milliionen Jahre alter Natur- und Kulturgeschichte.

Anlass der Ausstellung ist das 70-jährige Jubiläum der Landesarchäologie und des Landes Rheinland-Pfalz.

Wer hat schon jemals ein 25 Millionen Jahre altes Fossil der Flugmaus gesehen? Im Westerwald lebte dieses flugfähige Säugetier, dessen Versteinerung zu bewundern ist. Aus menschlicher Besiedlungsgeschichte sind u.a. ein prachtvoller keltischer Goldschmuck aus Waldalgesheim, Statuen und Mosaiken aus der ältesten Stadt Deutschlands, Trier, sowie der mittelalterliche Schatz eines jüdischen Bankiers, der vor Verfolgung fliehen musste, zu sehen.

Parallel zur großen Landesausstellung zeigt das "Archäologische Schaufenster Speyer" ebenfalls herausragende Beispiele archäologischer Forschung - ein zusätzlicher Beitrag zum "Jahr der Archäologie". Weitere Infos unter