Medizinhistorisches Museum

Seit Anfang September ist die Kölner Altstadt um eine Attraktion reicher: In einer Gasse eröffnete das Museum für Medizingeschichte. Spannende Einblicke in die Heilkunst von 500 v. Chr. bis 1500 n. Chr. ermöglicht die Ausstellung, die sich in den Kellerräumen befindet.

Ein Shop bietet besondere Souvernirs wie z. B. Öle, Kräutermischungen, Naturkosmetik und Literatur rund ums Heilen.

Kelten und Germanen verfügten schon über erstaunliche Kenntnisse, wie Wunden versorgt, Fieber gesenkt oder vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden konnten.

Berühmte antike Ärzte wie Hyppokrates und Galen erweiterten die Behandlungsmöglichkeiten durch immer präzisere chrirurgische Eingriffe. Instrumente beweisen die Ähnlichkeit mit heutigem Chirurgenbesteck.

Nicht zuletzt erlebte die Heilkunst durch die Klostermedizin eine Blütezeit. Genannt sei hier nur Hildegard von Bingen. Ein Erlebnis für alle Sinne bietet deshalb der kleine Klostergarten, wo einem die Düfte der Kräuter und Pflanzen wie Thymian, Salbei, Pfefferminz u.vm. in die Nase steigen.

In Seminaren und Workshops erschnuppern sich Interessierte vertiefte Kenntinisse in Kräuterkunde, können kreative Geschenke herstellen oder Vorträgen von Ärzten und Hebammen folgen.

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Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme

Das LVR Landesmuseum Bonn hat jetzt wieder die Türen geöffnet für eine Sonderausstellung vom Feinsten. Neueste Erkenntnisse der Archäologen haben die vergangenen 20 Jahre hervorgebracht.

Germanen als soche hat es vermutlich nie gegeben. Die Römer bezeichneten Gemeinschaften mit unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Traditionen als Germanen.

Funde aus Deutschland, Dänemark, Polen und Rumänien geben Aufschluss über das Leben germanischer Gruppen, die Wirtschaft, Kultur und die Beziehung zu den Römern. Sie werfen ein neues Licht auf die germanischen Völker.

Spektakuläre Objekte werden hier erstmals präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

So sei nur ein Schildbuckel aus einem "Fürstengrab" aus Gommern erwähnt, der aus römischem Silber mit Pressblechverzierungen und Glaseinlagen besteht.

Parallel zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog und verschiedene Veranstaltungen werden angeboten. Infos unter


 

"MUSIC! hören-machen-fühlen

Der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens wird dieses Jahr natürlich auch im und mit dem Museum gebührend gefeiert. Eigentlich sollte die Sonderausstellung im LVR Landesmuseum Bonn bis zum 13.09.2020 die Menschen faszinieren. Coronabedingt bleibt aber das Museum auch wegen Umbaus bis auf weiteres geschlossen. In Kooperation mit internationalen Institutionen wird die universelle Welt der Musik hoffentlich bald wieder zum Klingen gebracht.

Musikinstrumente verschiedener Kulturen aus vielen Jahrhunderten werden präsentiert und zum Klingen gebracht. Jeder kann mitmachen und experimentieren. Kleine und große Komponist*innen und Musiker*innen sind aufgefordert, kreativ zu sein.

Gezeigt wird auch, wie das Hören anatomisch funktioniert, wie das Gehör geschützt werden kann. Abspielgeräte lassen Musik erklingen.

Beethoven zu Ehren spielte das Beethoven Orchester Bonn den 2. Satz der 9. Sinfonie ein. Mithilfe moderner 3D-Aufnahmetechnik kann der Besucher auf unterschiedlichen Positionen mitten im Orchester erleben wie sich die Musik von der Position einzelner Instrumente anhört.

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