"Einfach tierisch!"

Auf Fotosafari gehen im Museum? Wie soll das denn gehen? Lassen Sie sich überraschen! Noch bis zum 10.3.2019 zeigt das Museum Weltkulturen D 5 der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim unter dem Motto "Spaß mit Dino, Panda & Co. eine besondere interaktive Ausstellung.

Großformatige Bilder mit realistischen Szenen von der Dinosaurierzeit bis in heutige Lebensraumwelten der afrikanischen Savanne oder die Tiefe der Ozeane lassen den Besucher eintauchen in die Naturräume der jeweiligen Spezies. Er geht auf Tuchfühlung mit Tiger oder Panda und wird selbst Teil der Szenerie. Mit dem eigenen Fotoapparat oder Handy wandeln sich zweidimensionale gemalte Motive in 3 D!

Ein besonderes Programm mit Führungen und Ratespiel erwartet die ganze Familie. Infos unter

Homo ludens

"Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt." (Friedrich Schiller)

Bretter, die die Welt bedeuten. Spielend durch 2000 Jahre Köln - Die Sonderausstellung des Kölnischen Stadtmuseums führt die Besucher vom 5. Mai bis 26. August im Gebäude der Alten Wache durch die Geschichte des Gesellschaftsspiels. Römerzeitliche Würfel- und Brettspiele waren allseits beliebt. Ob Mühle- oder Damespiel, Glücksspiel - viele Arten des Freizeitvergnügens gibt es in ähnlicher Form noch heute. Besonders im 19. Jh. war es breiteren Bevölkerungsschichten möglich, sich dem Spiel zu widmen. Eigens für Kinder konzipierte Spiele dienten natürlich auch dem Lernzweck.

Ein besonders schönes Beispiel bildet das Brettspiel "Rheinreise" von 1910, bei dem Zinnfiguren die Rheinromantik erfahren können.

Ein Blick in die Zukunft wird durch moderne Computerspiele geworfen. Mitmachen ist auch hier gefragt, indem die Besucher eine Schnitzeljagd in digitaler Form absolvieren. Im großen Gaming-Bereich bieten Brettspiele aus verschiedenen Jahrzehnten Spaß für die ganze Familie beim Ausprobieren. Weiteres unter www.koelnisches-stadtmuseum.de

 

Wallrafs Erbe

Ein Bürger rettet Köln

Bald jährt sich die Schenkung der großen Sammlung des Theologen und Universitätsdirektors Ferdinand Franz Wallraf an die Stadt Köln zum 200. Mal. Am 9. Mai 1818 verfügte der Gelehrte in seinem Testament, dass seine umfangreiche Sammlung an Altertümern, Handschriften, Gemälden, Münzen u.a. "zu ewigen Tagen" in Köln verbleibt "zum Nutzen der Kunst und Wissenschaft".

Aus dem ehemals 40.000 Objekte bestehenden Konvolut präsentiert das Wallraf-Richatz-Museum/Fondation Corboud rund 300 Exponate, die das vielfältige Sammlungsinteresse Wallrafs abdecken.

So ergab sich die fruchtbare Zusammenarbeit mit fast allen Kölner Museen und der Universitäts- und Stadtbibliothek sowie dem Historischen Archiv.

Ergänzt wird die Schau durch Darstellungen und Berichte so prominenter Zeitgenossen wie Goethe oder Schlegel.

Weitere Infos unter

 

Sharing Heritage 2018

Europäisches Kulturerbejahr

Der Rat der Europäischen Union hat das Jahr 2018 zum Europäischen Kulturerbejahr ausgerufen, an dem sich Länder von Portugal bis Russland beteiligen. Zahlreiche Veranstaltungen und Projekte werden über das ganze Jahr verteilt stattfinden.

Ein wichtiges Event ist der European Cultural Heritage Summit "Sharing Heritage - Sharing Values" vom 18.-24.6. in Berlin. Mit Unterstützung der EU gibt es an verschiedenen Orten öffentliche und Fachveranstaltungen. Es findet die Preisverleihung Europäischer Preis für Kulturerbe/Europa Nostra Award als einer der Höhepunkte statt.

Unter den Aspekten Austausch und Bewegung/Grenz- und Begegnungsräume/Gelebtes Erbe bieten die beteiligten Länder Ausstellungen, Tagungen und Exkusionen an. Die Themen sind so vielfältig, dass hier nur stellvertretend die Experimentelle Archäologie und erhaltenswerte Industriedenkmäler genannt werden sollen. Infos zu allen Veranstaltungen erfährt man hier.

 

"Liebe mich wie ich dich" - Botschaften auf Keramik

Im Palais Nesselrode in Düsseldorf befindet sich heute das Hetjens - Deutsches Keramikmuseum mit der bedeutenden Sammlung von Keramik aller Epochen und Kulturen, die 8000 Jahre abdeckt.

Den Grundstein legte der Industrielle Laurenz Heinrich Hetjens Ende des 19. Jh. mit seinder Sammlung des rheinischen Steinzeugs, die nach und nach durch Ankäufe und Schenkungen um eine beträchtliche Anzahl von Objekten auch aus Fayence und Porzellan anstieg.

Herrschaftliches Stadtpalais

Seit 1969 wird die Keramikgeschichte im Palais Nesselrode präsentiert. Das gleichnamige bergische Geschlecht erwarb 1707 das Gebäude, das heute im Stil von 1775 existiert.

Noch bis zum 4.3.2018 kann der Besucher in der Sonderausstellung "Liebe mich wie ich dich - Botschaften auf Keramik" die Keramik als Schriftträger bewundern. Von Keilschriftinfos der Sumerer, römischen Trinksprüchen bis hin zu Ingredienzen auf Apothekengefäßen aus italienischer Renaissance werden auch originelle Botschaften auf Keramik gezeigt.

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Tremezza von Brentano

Noch bis zum 25. Februar 2018 zeigt das Käthe Kollwitz Museum Köln Selbstbildnisse der in Innsbruck geborenen Künstlerin anlässlich ihres 75. Geburtstages 2017.

Nach der abstrakten Malerei hat Tremezza von Brentano einen eigenen figurativen Stil entwickelt, der von Meisterwerken der Kunstgeschichte inspiriert ist und gleichzeitig Erfahrungen des Alltags und gesellschaftliche Phänomene von heute einbezieht. 30 von ihr selbst ausgewählte Werke spiegeln einen Zeitraum von 40 Jahren wider.

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Sizilien und die Unterwasserarchäologie

In Kooperation mit europäischen Museen präsentiert das LVR-LandesMuseum Bonn Ergebnisse moderner Forschung. Auf dem Meeresgrund vor Sizilien liegen zahlreiche versunkene antike Schiffe, die unter Schutz stehen. Sie geben einen lebendigen Einblick in die Handelswelt der Ägypter, Phönizier, Griechen und Römer. Die neu gegründete Soprintendenza del Mare in Palermo forscht und sichert mit archäologischen und naturwissenschaftlichen Methoden die Unterwasserfundplätze vor Sizilien.

Die Wissenschaftler erhalten z. T. sensationelle Erkenntnisse zu Schiffbau, Handelsrouten, Ladung etc.

Anhand von Mitmachstationen und digitalen Medien erkunden Besucher spektakuläre Funde und Methoden der Meeresarchäologie.

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Expedition Mittelalter

Das verborgene Museum Schnütgen

Noch bis zum 28. Januar 2018 zeigt das Museum Schnütgen rund 200 Werke aus eigenen Beständen, die z. T. noch nie zu sehen waren.

Nach bestimmten Themenbereichen wie z. B. "Im Garten der Schöpfung" nähern sich die Besucher der mittelalterlichen Denkweise. Gleichzeitig können sie einen Bezug zur heutigen Lebenswelt entdecken. An herausragenden Exponaten seien hier eine 2015 erworbene Taschenbibel von 1215 aus Paris oder ein Kopffragment Christi eines Triumpfkreuzes vom Ende des 13. Jh. aus dem Maasgebiet erwähnt. Einzigartige Skulpturen aus Stein, farbigem Holz, kostbare Kelche aus verschiedenen Jahrhunderten, Glasmalerei und Textilobjekte runden die Mittelalterschau ab.

Als Begleitheft dient eine Comicerzählung unter dem Titel "Kristall und Rauch", in der sich Aufgaben und Suchspiele verstecken, die an interaktiven Stationen gelöst werden müssen.

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Köln in schriftlosen Zeiten

Seit der mittleren Steinzeit (ca. 10.000-5000 v.Chr.), al s Menschen noch als Jäger und Sammler lebten, war der Kölner Raum besiedelt. Die Flussnähe bot Nahrung und Transportmöglichkeit. Mit Beginn der Sesshaftwerdung entstanden erste Siedlungen. Man betrieb Ackerbau und Viehzucht. Beispielhaft sei auf die bandkeramischen Funde von Köln-Lindenthal verwiesen. Kostbare, z.T. nie gezeigte Objekte der Bronze- und Eisenzeit runden das Bild der schriftlosen Kulturen ab. Eine besondere Funddichte weisen die rechtsrheinischen Gebiete um Dünnwald und Porz auf mit Hügelgräbern und Siedlungen. Keramikgefäße, Bronzegeräte und Schmuck sind die wichtigsten Fundstücke dieser Epochen. Noch bis zum 30. November ist die Ausstellung im Foyer zu sehen, ehe das Museum aus Sanierungsgründen Ende des Jahres schließt. Infos unter

Netsuke und Sagemono

Sanierungsmaßnahmen an der Beleuchtungsanlage waren der Grund,warum das Museum für Ostasiatische Kunst in Köln erst wieder ab September geöffnet hat. Teilbereiche sind noch geschlossen.

Aber im bereits sanierten Teil können Besucher bis zum 27.10.2017 eine kleine Sonderausstellung besichtigen.

Kimonos, die traditionellen Gewänder in Japan, besitzen keine Taschen. Wohin also mit persönlichen Gegenständen, die die Japaner gerne mit sich führen? Seit dem 17. Jh. kamen kunstvoll gefertigte Sagemonos (Hängesachen) in Mode. In ihnen verwahrte man Geld, Medizin oder Tabak und Pfeife. Mit einer Schnur wurde dann der Sagemono mit einem Netsuke als Gegengewicht verbunden und am Gürtel aufgehängt. Diese Netsuke bestehen aus geschnitztem Wurzelholz, Elfenbein, Horn, Holz und vielen anderen Materialen. Die prächtig ausgeschmückten Netsuke bilden beispielsweise Tiere, Glückssymbole, erotische Motive oder Götterdarstellungen. Eine eigene Kunstform entstand so im Laufe der Jahre.

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Die Zisterzienser

Wir schreiben das Jahr 1098. Robert von Molesme (gest. 1111) gründet im burgundischen Cîteaux ein Kloster. Die ursprüngliche Einfachheit, von der eigenen Hände Arbeit zu leben - nach Benedikt von Nursia "ora et labora" - war im Laufe der Jahrhunderte verlorgen gegangen. Durch Verpachtung und Zinserhebung war der Orden entgegen der Regel zu Reichtum gelangt. Gerade die Abgeschiedenheit und die strengen Klosterregeln sollten wieder das Ideal sein.

Schnell erfolgten die ersten Klostergründungen in Deutschland wie z.B. die Abteien Kamp (1123), Altenberg (1133) und Heisterbach (1192). Der Zisterzienserorden konnte so in Europa Fuß fassen.

Im LVR-LandesMuseum Bonn wird noch bis zum 28.01.2018 die Erfolgsgeschichte des Ordens anhand prachtvoller Exponate nachgezeichnet.

Klosterleben mit allen Sinnen

Besonders sehenswert sind u.a. der Hochaltar des ehemaligen Klosters Kamp, die Madonna von Kloster Eberbach, heute in Paris, und Zeugnisse der Buchkunst im Scriptorium. Mitmach-Stationen und Multimedia-Ecken laden ein, die Welt der Zisterzienser mit allen Sinnen zu erfahren.

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Iran. Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste

Klimatische Gegensätze vom ewigen Schnee in den Bergen von Alborz und Zagros bis in die Gluthitze der Wüste Lut bestimmen seit alters her den Iran. Erstmals werden Schätze der frühen Zivilisation Persiens vom 7. Jahrtausend bis zum Achämenidenreich des 1. Jahrtausend vor Christus in Bonn präsentiert. Einige wertvolle Grabfunde sind bisher noch nicht in Europa gezeigt worden.

Der Mensch konnte den Gewalten der Natur stets trotzen und sich Nischen in fruchtbaren Tälern, an den Ufern des Kaspischen Meeres oder am Rande der Wüste schaffen. Erste Dörfer, Städte und Werkstätten entstanden lange vor der europäischen Zivilisation.

Der Persische Garten

Parallel zur Ausstellung lädt ein persischer Garten auf dem Museumsplatz zum Verweilen ein. Üppige Vegetation aus Blütenpracht, Kräutern und Obstbäumen lassen mit ihrem Duft die Atmosphäre erahnen, in der der Mensch seit dem 6. Jh. v. Chr. sich bewegte.

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vorZeiten - Archäologische Schätzean Rhein und Mosel

Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz präsentiert im Landesmuseum Mainz ab dem 21.05.2017 spektakuläre Funde aus 400 Milliionen Jahre alter Natur- und Kulturgeschichte.

Anlass der Ausstellung ist das 70-jährige Jubiläum der Landesarchäologie und des Landes Rheinland-Pfalz.

Wer hat schon jemals ein 25 Millionen Jahre altes Fossil der Flugmaus gesehen? Im Westerwald lebte dieses flugfähige Säugetier, dessen Versteinerung zu bewundern ist. Aus menschlicher Besiedlungsgeschichte sind u.a. ein prachtvoller keltischer Goldschmuck aus Waldalgesheim, Statuen und Mosaiken aus der ältesten Stadt Deutschlands, Trier, sowie der mittelalterliche Schatz eines jüdischen Bankiers, der vor Verfolgung fliehen musste, zu sehen.

Parallel zur großen Landesausstellung zeigt das "Archäologische Schaufenster Speyer" ebenfalls herausragende Beispiele archäologischer Forschung - ein zusätzlicher Beitrag zum "Jahr der Archäologie". Weitere Infos unter