"Expedition Mittelalter"

Das verborgene Museum Schnütgen

Noch bis zum 28. Januar 2018 zeigt das Museum Schnütgen rund 200 Werke aus eigenen Beständen, die z. T. noch nie zu sehen waren.

Nach bestimmten Themenbereichen wie z. B. "Im Garten der Schöpfung" nähern sich die Besucher der mittelalterlichen Denkweise. Gleichzeitig können sie einen Bezug zur heutigen Lebenswelt entdecken. An herausragenden Exponaten seien hier eine 2015 erworbene Taschenbibel von 1215 aus Paris oder ein Kopffragment Christi eines Triumpfkreuzes vom Ende des 13. Jh. aus dem Maasgebiet erwähnt. Einzigartige Skulpturen aus Stein, farbigem Holz, kostbare Kelche aus verschiedenen Jahrhunderten, Glasmalerei und Textilobjekte runden die Mittelalterschau ab.

Als Begleitheft dient eine Comicerzählung unter dem Titel "Kristall und Rauch", in der sich Aufgaben und Suchspiele verstecken, die an interaktiven Stationen gelöst werden müssen.

Weitere Infos unter

Köln in schriftlosen Zeiten

Seit der mittleren Steinzeit (ca. 10.000-5000 v.Chr.), al s Menschen noch als Jäger und Sammler lebten, war der Kölner Raum besiedelt. Die Flussnähe bot Nahrung und Transportmöglichkeit. Mit Beginn der Sesshaftwerdung entstanden erste Siedlungen. Man betrieb Ackerbau und Viehzucht. Beispielhaft sei auf die bandkeramischen Funde von Köln-Lindenthal verwiesen. Kostbare, z.T. nie gezeigte Objekte der Bronze- und Eisenzeit runden das Bild der schriftlosen Kulturen ab. Eine besondere Funddichte weisen die rechtsrheinischen Gebiete um Dünnwald und Porz auf mit Hügelgräbern und Siedlungen. Keramikgefäße, Bronzegeräte und Schmuck sind die wichtigsten Fundstücke dieser Epochen. Noch bis zum 30. November ist die Ausstellung im Foyer zu sehen, ehe das Museum aus Sanierungsgründen Ende des Jahres schließt. Infos unter

Netsuke und Sagemono

Sanierungsmaßnahmen an der Beleuchtungsanlage waren der Grund,warum das Museum für Ostasiatische Kunst in Köln erst wieder ab September geöffnet hat. Teilbereiche sind noch geschlossen.

Aber im bereits sanierten Teil können Besucher bis zum 27.10.2017 eine kleine Sonderausstellung besichtigen.

Kimonos, die traditionellen Gewänder in Japan, besitzen keine Taschen. Wohin also mit persönlichen Gegenständen, die die Japaner gerne mit sich führen? Seit dem 17. Jh. kamen kunstvoll gefertigte Sagemonos (Hängesachen) in Mode. In ihnen verwahrte man Geld, Medizin oder Tabak und Pfeife. Mit einer Schnur wurde dann der Sagemono mit einem Netsuke als Gegengewicht verbunden und am Gürtel aufgehängt. Diese Netsuke bestehen aus geschnitztem Wurzelholz, Elfenbein, Horn, Holz und vielen anderen Materialen. Die prächtig ausgeschmückten Netsuke bilden beispielsweise Tiere, Glückssymbole, erotische Motive oder Götterdarstellungen. Eine eigene Kunstform entstand so im Laufe der Jahre.

Nähere Infos unter

Die Zisterzienser

Wir schreiben das Jahr 1098. Robert von Molesme (gest. 1111) gründet im burgundischen Cîteaux ein Kloster. Die ursprüngliche Einfachheit, von der eigenen Hände Arbeit zu leben - nach Benedikt von Nursia "ora et labora" - war im Laufe der Jahrhunderte verlorgen gegangen. Durch Verpachtung und Zinserhebung war der Orden entgegen der Regel zu Reichtum gelangt. Gerade die Abgeschiedenheit und die strengen Klosterregeln sollten wieder das Ideal sein.

Schnell erfolgten die ersten Klostergründungen in Deutschland wie z.B. die Abteien Kamp (1123), Altenberg (1133) und Heisterbach (1192). Der Zisterzienserorden konnte so in Europa Fuß fassen.

Im LVR-LandesMuseum Bonn wird noch bis zum 28.01.2018 die Erfolgsgeschichte des Ordens anhand prachtvoller Exponate nachgezeichnet.

Klosterleben mit allen Sinnen

Besonders sehenswert sind u.a. der Hochaltar des ehemaligen Klosters Kamp, die Madonna von Kloster Eberbach, heute in Paris, und Zeugnisse der Buchkunst im Scriptorium. Mitmach-Stationen und Multimedia-Ecken laden ein, die Welt der Zisterzienser mit allen Sinnen zu erfahren.

Weitere Infos gibt es unter

 

Iran. Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste

Klimatische Gegensätze vom ewigen Schnee in den Bergen von Alborz und Zagros bis in die Gluthitze der Wüste Lut bestimmen seit alters her den Iran. Erstmals werden Schätze der frühen Zivilisation Persiens vom 7. Jahrtausend bis zum Achämenidenreich des 1. Jahrtausend vor Christus in Bonn präsentiert. Einige wertvolle Grabfunde sind bisher noch nicht in Europa gezeigt worden.

Der Mensch konnte den Gewalten der Natur stets trotzen und sich Nischen in fruchtbaren Tälern, an den Ufern des Kaspischen Meeres oder am Rande der Wüste schaffen. Erste Dörfer, Städte und Werkstätten entstanden lange vor der europäischen Zivilisation.

Der Persische Garten

Parallel zur Ausstellung lädt ein persischer Garten auf dem Museumsplatz zum Verweilen ein. Üppige Vegetation aus Blütenpracht, Kräutern und Obstbäumen lassen mit ihrem Duft die Atmosphäre erahnen, in der der Mensch seit dem 6. Jh. v. Chr. sich bewegte.

Weitere Infos unter

 

vorZeiten - Archäologische Schätzean Rhein und Mosel

Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz präsentiert im Landesmuseum Mainz ab dem 21.05.2017 spektakuläre Funde aus 400 Milliionen Jahre alter Natur- und Kulturgeschichte.

Anlass der Ausstellung ist das 70-jährige Jubiläum der Landesarchäologie und des Landes Rheinland-Pfalz.

Wer hat schon jemals ein 25 Millionen Jahre altes Fossil der Flugmaus gesehen? Im Westerwald lebte dieses flugfähige Säugetier, dessen Versteinerung zu bewundern ist. Aus menschlicher Besiedlungsgeschichte sind u.a. ein prachtvoller keltischer Goldschmuck aus Waldalgesheim, Statuen und Mosaiken aus der ältesten Stadt Deutschlands, Trier, sowie der mittelalterliche Schatz eines jüdischen Bankiers, der vor Verfolgung fliehen musste, zu sehen.

Parallel zur großen Landesausstellung zeigt das "Archäologische Schaufenster Speyer" ebenfalls herausragende Beispiele archäologischer Forschung - ein zusätzlicher Beitrag zum "Jahr der Archäologie". Weitere Infos unter