Faszination Archäologie

Kein Tag vergeht, an dem nicht Funde unserer Vorfahren entdeckt werden. Meist handelt es sich jedoch um sogenannte "Notbergungen", die bei Baumaßnahmen notwendig werden. Für den Archäologen gilt heute, am besten werden die materiellen Überreste alter Kulturen im Boden geschützt. Ausgraben aus Forscherdrang bildet heute die Ausnahme. Die vielfältigen Möglichkeiten moderner Prospektion geben genug Aufschluss über vorgeschichtliche Siedlingsräume. Vor allem die Luftbildinterpretation liefert enorme Erkenntnisse über Bauten und Kultplätze wie z.B. römische villae rusticae, den Limes, Grabhügel u.v.m.

Kommen dann bei Bauarbeiten dann doch einmal sensationelle Befunde ans Tageslicht wie beispielsweise im thüringischen Leubingen, freuen sich die Archäologen natürlich sehr. Denn jeder Fund kann neue Erkenntnisse über eine bereits bekannte Periode bringen.

 

Drei neue UNESCO Welterbestätten in Deutschland!

Seit dem 1.7. 2018 ist es amtlich: Deutschland kann sich über neue Welterbestätten freuen!

1) Das sogenannte "Danewerk", ein Befestigungswerk aus dem 8.-12 Jh. sollte als Sperrwerk in der Schlei die Südgrenze des Alten dänischen Reiches sichern. Eindrucksvolle Reste aus Erdwällen, Gräben und Mauern sind heute noch zu bewundern.

2) Haithabu, die Wikingersiedlung bei Schleswig war vom 9.-11. Jh. ein bedeutender Handelsplatz in Nordeuropa. Typisch sind die bootsförmigen Häuser. Die anhand von Ausgrabungen rekonstruierten Gebäude sind heute als Freilichtmuseum zu besichtigen.

3) Der Naumburger Dom in Sachsen-Anhalt aus dem 13. Jh. ist die mächtigste Kathedrale. Berühmt sind die zwölf Stifterfiguren des leider unbekannten Steinbildhauers. Infos unter

 

Frankreich ist immer eine Reise wert. Hier geht es zum e-book mit einem Kapitel über die Grotte Chauvet, seit 2014 UNESCO-Weltkulturerbe. Bitte anklicken.